Schau dir hier einige typische Situationen aus dem Business-Alltag von Frauen an. Dabei gibt es nicht immer die eine eindeutig richtige oder falsche Antwort. Viele Situationen sind abhängig vom Kontext und können unterschiedlich bewertet werden. Dennoch gibt es klare Anhaltspunkte dafür, wo unbewusste Vorurteile, stereotype Zuschreibungen oder andere Fallstricke lauern.
Antworte möglichst spontan und entscheide dich für die Antwort, die deinem ersten Impuls am ehesten entspricht. Vielleicht kommt dir die eine oder andere Situation sogar bekannt vor. Oder du entdeckst dabei doch den einen oder anderen kleinen Stolperstein. Viel Spaß beim Selbstcheck! 😉
Wenn du Punkte für diesen Selbstcheck bekommen möchtest, musst du deine Antworten solange korrigieren, bis alles grün ist.
Antworte möglichst spontan und entscheide dich für die Antwort, die deinem ersten Impuls am ehesten entspricht. Vielleicht kommt dir die eine oder andere Situation sogar bekannt vor. Oder du entdeckst dabei doch den einen oder anderen kleinen Stolperstein. Viel Spaß beim Selbstcheck! 😉
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1.
Das Kompliment: Nach einer Kundenpräsentation sagt Stefan zu Kollegin Aylin: „Du siehst heute wirklich toll aus.“ Wie bewertest du diese Situation?
2.
Die Berührung: Nach einem erfolgreichen Projekt legt Teamleiter Jens seiner Mitarbeiterin Sara kurz die Hand auf die Schulter und sagt: „Wirklich gut gemacht.“ Was denkst du spontan über diese Situation?
a) Geht gar nicht! Berührungen sind im Berufsleben tabu, insbesondere von Personen die in der Hierarchie höher stehen.
b) Völlig okay! Toll, dass er sie lobt. So eine unverfängliche Berührung baut Distanz ab und ist gut für das Miteinander im Team.
c) Kann ich nicht sagen. In manchen Teams, besonders in jüngeren, sind kleine Berührungen durchaus üblich und ein Zeichen des vertrauensvollen Umgangs miteinander. Wir wissen nicht, ob das hier so ist.
3.
Das positive Vorurteil: Im Team muss ein Konflikt moderiert werden. Jemand sagt: „Das könnte doch Miriam übernehmen. Frauen können sowas besser.“ Was fällt dir an dieser Aussage auf?
4.
Die Messe: Auf einer Fachmesse steht die Ingenieurin Fatima am Stand. Ein Besucher fragt: „Könnte ich mal mit einem Techniker sprechen?“ Wie beurteilst du diese Situation?
a) Typisch Mann! Es übersteigt das Vorstellungsvermögen, dass eine Frau Ingenieurin ist.
b) Na ja, das kann doch passieren. Schließlich haben Frauen wie Fatima leider immer noch Seltenheitswert.
c) Kommt auf den Gesprächsverlauf an. Vielleicht hätte der Besucher auch jeden Mann zuerst nach einem Techniker gefragt, um keine Zeit zu verplempern.
5.
Die junge Führungskraft: Nach einer Besprechung sagt jemand über Führungskraft Katharina: „Die ist aber ganz schön ehrgeizig.“ Über Führungskraft Daniel sagt die gleiche Person: „Der weiß, was er will.“ Fällt dir ein Unterschied in der Bewertung auf?
a) Vielleicht ist Katharina tatsächlich ehrgeiziger als Daniel. Aus einem einzelnen Satz würde ich noch keine unterschiedliche Bewertung von Frauen und Männern ableiten.
b) Da steckt möglicherweise ein geschlechtsspezifischer Bewertungsmaßstab dahinter: Was bei Männern als zielstrebig gilt, wirkt bei Frauen schneller „zu ehrgeizig“.
c) Ich finde „ehrgeizig“ eigentlich positiv. Deshalb sehe ich hier kein Problem.
6.
Die Geburtstagsliste: Im Team soll jemand die Geburtstagsgeschenke organisieren, neue Kolleg*innen begrüßen und die Abschiedskarte für einen Mitarbeiter herumgeben. Warum geht der Blick sofort zu Yasemin?
a) Vielleicht ist Yasemin einfach besonders kommunikativ und organisiert solche Dinge gern.
b) Irgendjemand muss es schließlich machen. Solange Yasemin nicht Nein sagt, ist doch alles in Ordnung.
c) Solche Aufgaben sollten genauso selbstverständlich Männer übernehmen. Dass automatisch Yasemin angeschaut wird, kann auf ein klassisches Rollenbild hindeuten.
7.
Der Witz: Beim Mittagessen sagt jemand: „Frauen können halt nicht einparken.“ Alle lachen. Du lachst spontan mit. Bekommst du später ein ungutes Gefühl?